Kurz nach 7 Uhr sind wir los gefahren. Immer noch starker Wind aus Norden, aber viel weniger als gestern. Die Zeiten für die Schleuse in Port Saint Louis geben Rätsel auf. Die Anschlagtafel an der Schleuse, ein französischer Guide und ein deutscher Revierführer weisen alle voneinander abweichende Zeiten aus. Der 4. Zeitplan hängt in der Marina aus und erweist sich endlich als richtig. Um 8:45 können wir gemeinsam mit einem holländischen Motorsegler in die Schleuse einfahren und kurz darauf geht es auf der Rhone Richtung Norden. Den ganzen Tag über kommen uns nur ein Freizeitboot und 3 Berufsschiffe entgegen, mit einem schleusen wir. Der Fluss erinnert an den Main mit busch- und baumbestandenen Ufern, nur ist er breiter. Strömung haben wir zwischen 3 und 8 km/h. Besonders an Brücken und Anlegestellen verdrücken Strömung und Wirbel das Boot schnell.

 

In Arles, unserem Tagesziel, gibt es überhaupt keine Möglichkeiten, anzulegen. Die Kaianlagen sind neu gestaltet, aber an Freizeitschiffer hat hier keiner gedacht. Also fahren wir weiter. Die im Fluvial-Führer angegebenen möglichen Liegeplätze erweisen sich als unbrauchbar. So nehmen wir auch noch die Schleuse Beaucaire mit 12 m Höhenunterschied und ankern kurz danach bei km 261 im Strom vor dem Dorf Vallabregues. Die kleine Marina hier ist ebenfalls voll und wohl nur für Einheimische gedacht. Ab späten Nachmittag hat auch der Wind nachgelassen und es ist angenehm warm. Gemäß France Meteo ist das aber nur ein Zwischenspiel, auch die nächsten Tage werden reichlich kühl und windig. Motorenraum überprüft, alles zu mindestens im hellgrünen Bereich.