In den frühen Morgenstunden hat es wieder gegossen, dass man nicht schlafen konnte. Etwas leichter ging es dann bis zum Frühstück weiter, so dass wir schon beschließen wollten, nicht los zu fahren. Das muss dem Petrus aber auch nicht gepasst haben und auf einmal riss der Himmel auf und zeigte auch etwas Blau statt nur Grau. In der Schleuse zur Seine ist Gedrängel, wir sind 5 Boote gleichzeitig. Vor uns fährt ein französisches Segelboot auch talwärts. An der Brücke Pont de la Tournelle steht die Ampel auf rot, das Boot fährt durch. Ich meine, in der Capitainerie etwas gelesen zu haben, dass es Probleme mit der Ampel gebe und folge dem Franzosen…… Das machen dann auch die zwei Polizeiboote, die einen Augenblick später neben uns liegen. Viel Erklären hin und her, alle Papiere werden an Bord angeschaut, ein Formular ausgefüllt, und endlich lässt man uns ohne Strafe ziehen. Nun konnten wir die Durchfahrt durch Paris genießen, es ist auch vom Wasser aus gesehen eine tolle Stadt.

 

Nach 30 km ändert sich die Landschaft langsam, es gibt weniger Wohngebiete aber einerseits mehr Industrie, andererseits auch wieder Natur. An der ersten Schleuse können wir direkt in eine der drei Kammern fahren. Ab und zu kommt ein Lastkahn entgegen. Der Wind frischt kräftig auf und schnell bilden sich auf der Seine kurze, harte Wellen. Dann verzieht sich wie gewöhnlich auch die Sonne wieder und dunkele Wolken beherrschen das Bild mit einzelnen leichten Schauern. Da wir genug Zeit haben, fahren wir nicht bis Conflans-St.-Honorine sondern gehen an einen schönen Gemeindehalt in Rueil-sur-Seine. Direkt dahinter liegt eine moderne Wohnsiedlung mit einem großen Platz umringt von Restaurants