Licht am Horizont für Pumpenproblem

Gestern Abend haben sich unsere holländischen Freunde aus Eforie/Rumänien gemeldet. Sie sind mit dem Boot noch nicht fertig, aber der Hafen wird auch erst noch ausgebaggert. Ich bin durch das Internet hindurch und habe nach Lösungen für unsere Hecktoilette gesucht, dabei bin ich allerdings mehr nervös geworden, als das sich klare Lösungen angeboten hätten.

Heute alleine am Schaffen. Die Teleskopstangen gibt es zur Zeit nicht mehr, wir hatten wohl alle aufgekauft. Informationsfenster auf unserem Maretrongerät umgebaut und den Trip-Log auf Null gestellt, im Prinzip kann es jetzt also losgehen. Inventar- und Lagerliste aktualisiert, hilft auf dem Boot auch exotische Sachen wieder zu finden. Geräte-, Ersatzteil- und Schmiermittelliste aktualisiert. Öl im Backbordmotor aufgefüllt und vom Steuerbordgetriebe abgesaugt. Generatorlärmverkleidung angebracht. Izzet kommt und bringt Dichtungsringe, die ich als Stopper auf den Stangen für die Sonnensegel benutze. Er sieht sich die Toilettenpumpe an und meint, dass es solche in der Türkei nicht gäbe (Jabsco-Pumpen gibt es hier natürlich, nur mein Model ist älteren Jahrgangs). Noch einmal versucht, die ambulante Pumpe zum Trockensaugen der Bilge zum Laufen zu bekommen. Alle Anschlüsse sind fest, nichts bewegt sich. Also hole ich mir aus dem Ersatzteilvorrat zwei andere alte Pumpen heraus, um sie nun hierfür einzusetzten. Bin gerade dabei, den Schalter von der alten Pumpe abzubauen, da überlegt sie es sich anders und springt auf einmal an! Muss wohl ein Fall von Eifersucht gewesen sein, jetzt ist die Bilge auf jeden Fall trocken und sauber. Schrauben unserer Bugleiter nachgezogen, obwohl sie hier kaum zum Einsatz kommt. Teflonsprayspuren (für Gleitschienen der Fenster) entfernt. Der Biminimacher erscheint mit dem neuen Gestell, wir passen es an und montieren es. Einen Augenblick später werden auch die überarbeiteten Sonnensegel gebracht, toller Service und gute Arbeit. Papiere eingeräumt und vernichtet. Spreche mit Stephan wegen der Toilettenpumpe und beschliesse, mich an die Firmen in der Marina zu wenden. Von dort kommt gleich jemand mit, wir demontieren die Pumpe und er wird sie untersuchen. Falls sie nicht zu reparieren  ist – siehe da! -, gibt es ein neues entsprechendes Model, Hoffnung in Sicht!

Zuhause angekommen, bringe ich Ulla dazu, mit mir zum Bauhaus zu fahren. Zeitpunkt war nicht ganz optimal wegen Berufsverkehr und der Taxifahrer (> ??? Jahre) kannte weder den Weg noch schien er lesen zu können. Auf jeden Fall

servierte er uns als Bauhaus erst Carrefour, dann MetroMarkt, aber nach vielem Fragen kamen wir doch noch hin. Nun haben wir eine neue Werkzeugkiste, eine Plastikwanne mit Deckel als Waschmaschine und sonstige Kleinigkeiten erstanden.